Geheimnisschutz

Geschäftsgeheimnisschutz

Das Gesetz zum Schutz von Geschäftsgeheimnissen (GeschGehG) ist am 18.04.2019 in Kraft getreten. Geschäftsgeheimnisse stellen regelmäßig nicht nur in innovations- und technologiebasierten Unternehmen ein immaterielles Kapital von erheblicher Bedeutung dar.

Der gesetzliche Schutz der Geschäftsgeheimnisse wurde dem Schutz von Immaterialgüterrechten (Patenten, Marken) angenähert und in diesem  zivilrechtlichen Stammgesetz zusammengefasst. Das Geschäftsgeheimnisschutzgesetz definiert nunmehr das Geschäftsgeheimnis. Umfasst ist neben technischem Know how auch kaufmännisches Wissen wie Kundendaten, Lieferanteninformationen und andere unternehmensrelevanten Geschäftsdaten. In weiten Teilen erweitert und verbessert das GeschGehG den Schutz des Geschäftsgeheimnisses.

Allerdings setzt der gesetzliche Geheimnisschutz nunmehr voraus, dass der Inhaber des Geschäftsgeheimnisses selbst aktiv (!) Maßnahmen zum Schutz des Geschäftsgeheimnisses ergriffen hat. Die nunmehr zu ergreifenden technischen, organisatorischen und rechtlichen Schutzmaßnahmen sind vergleichbar mit den technischen und organisatorischen Schutzmaßnahmen, die im Bereich des Datenschutzes vom Unternehmen zu ergreifen sind. Obwohl die Bedeutung für Unternehmen erheblich ist, hat ein Großteil der mittelständischen Unternehmen die Bedeutung dieser Neuerung noch nicht wahrgenommen: Wird ein Geschäftsgeheimnis offenbart, das  gesetzlich nicht mehr geschützt ist, weil das Unternehmen keine aktiven Schutzmaßnahmen ergriffen hat, ist das Geschäftsgeheimnis "verloren". Dem Inhaber stehen keine Unterlassungs- oder Schadensersatzansprüche zu. Im Geschäftsgeheimnisschutz gibt es keinen zweiten Versuch.

In unseren Veranstaltungen informieren wir Führungskräften und spezialisierten Mitarbeitern wie ein Geschäftsgeheimnisschutz-Management aufgebaut wird.